Goldene Passion. Georg Petel und das Rätsel seiner Kreuzigungsgruppe

Georg Petel, Christus und die beiden Schächer, 1624/1626, Kupferlegierung, feuervergoldet, Schächer (Inv. Nrn. 8396/8397): Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst, SMB;  Christus (Inv. Nr. 49/19): Bayerisches Nationalmuseum, München, © Bayer
Georg Petel, Christus und die beiden Schächer, 1624/1626, Kupferlegierung, feuervergoldet, Schächer (Inv. Nrn. 8396/8397): Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst, SMB; Christus (Inv. Nr. 49/19): Bayerisches Nationalmuseum, München, © Bayer
Blick in die Sonderausstellung im Bode-Museum 2024, © Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst SMB / Antje Voigt
Blick in die Sonderausstellung im Bode-Museum 2024, © Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst SMB / Antje Voigt
Georg Petel, Kreuzigungsgruppe, 1624/1626, Detail: Reuiger Schächer zu Christus blickend, © Bayerisches Nationalmuseum, Foto: Bastian Krack)
Georg Petel, Kreuzigungsgruppe, 1624/1626, Detail: Reuiger Schächer zu Christus blickend, © Bayerisches Nationalmuseum, Foto: Bastian Krack)

Ausstellungsführung mit Dr. Hans-Ulrich Kessler

10. Oktober 2024, um 15:00 Uhr

Bode-Museum

Es ist ein seltener Glücksfall, wenn über Jahrzehnte voneinander getrennte und verschollen geglaubte Kunstwerke wiederentdeckt und zusammengeführt werden können. Ein solches Wunder kann nun in einer Studioausstellung im Bode-Museum bestaunt werden. Von dem genialen Barockbildhauer Georg Petel (1601/02–1634) erwarb die Berliner Skulpturensammlung im Jahre 1927 zwei virtuos modellierte und in Bronze gegossene Schächerfiguren, die gemeinsam mit Christus gekreuzigt wurden. Dieser fehlte jedoch beim Ankauf. Er galt damals als verschollen. Erst vor wenigen Jahren wurde im Depot des Bayerischen Nationalmuseums in München ein Bronzekruzifixus entdeckt, der als das fehlende Zentrum von Petels Kreuzigungsgruppe identifiziert werden konnte. 

 

Die exquisite Schau stellt das wieder vereinte Skulpturenensemble des international tätigen und gut vernetzten Barockbildhauers mit über einem Dutzend Leihgaben in seinem künstlerischen Kontext vor.

 

Dr. Hans-Ulrich Kessler ist seit 2003 Kurator für den Bestand der nordalpinen Plastik von ca. 1520–1800 an der Skulpturensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin. Sein Studium der Kunstgeschichte schloss er an der FU-Berlin mit einer Dissertation über den Barockbildhauer Pietro Bernini ab. Er publizierte zahlreiche Aufsätze zur italienischen und nordalpinen Skulptur und kuratierte mehrere Ausstellungen, u. a. 2014 „Schloss Bau Meister. Andreas Schlüter und das barocke Berlin“.

 


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