


Vortrag von Dr. Tatjana Bartsch
4. April 2024, um 16:00 Uhr
Bode-Museum
Die römischen Zeichnungen Maarten van Heemskercks aus den beiden Sammelalben des Berliner Kupferstichkabinetts, entstanden in den 1530er Jahren während eines etwa fünfjährigen Aufenthalts in der Ewigen Stadt, gehören zu den am längsten und intensivsten erforschten frühneuzeitlichen Zeichnungsbeständen. Über 150 Jahre hinweg wurden an diesem Konvolut vielfältige Fragen verhandelt, Methoden erprobt und Qualitätsurteile gefällt. Der Vortrag diskutiert die Beschäftigung der bildwissenschaftlichen Disziplinen mit den Zeichnungen und den abgebildeten antiken Bau- und Bildwerken sowie deren Verhältnis zueinander. Dafür werden auch die Medien der Reproduktion und Publikation als Vermittlungsinstrument in den Blick genommen.
Tatjana Bartsch ist stellvertretende Leiterin der Fotothek der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte. Sie studierte Kunstgeschichte und Germanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Università degli Studi di Pisa und wurde mit einer Arbeit über das römische Werk des niederländischen Renaissance-Malers Maarten van Heemskerck promoviert. Sie arbeitete als Projektassistentin an der Bundeskunsthalle Bonn und als wissenschaftliche Mitarbeiterin an verschiedenen Forschungsprojekten der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Forschungsinteressen umfassen die italienische und niederländische Kunst der frühen Neuzeit, die Kunst der Zeichnung, die Rezeption der Antike sowie die Geschichte der Fotografie.

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