


Ausstellungsführung mit Dr. Stephan Kemperdick
6. Juli 2023, um 18:00 Uhr
Gemäldegalerie am Kulturforum
Vor der Sommerpause führt uns Stephan Kemperdick durch den zweiten Teil seiner Ausstellung „Hugo van der Goes Zwischen Schmerz und Seeligkeit“. Aufgrund der großen Begeisterung nach seiner Führung im Mai, in der „Hugos“ Monforte-Altar im Mittelpunkt stand, war die Nachfrage derart groß, dass wir eine zweite Führung anbieten möchten, in der Herr Kemperdick uns mit seinem Detailwissen weitere Aspekte im Œuvre des niederländischen Künstlers vorstellt.
Hugo van der Goes (um 1440–1482/83), zweifellos der wichtigste niederländische Künstler in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, der in einem Atemzug mit bahnbrechenden Meistern wie Jan van Eyck und Rogier van der Weyden genannt werden muss, wurde seinem Gesamtwerk nie eine monografische Ausstellung gewidmet. 540 Jahre nach dem Tod des Künstlers, feiert die Berliner Gemäldegalerie eine Premiere: Zum ersten Mal werden fast alle erhaltenen Gemälde und Zeichnungen des Künstlers in einer Ausstellung präsentiert. Anhand von etwa 60 hochkarätigen Exponaten, darunter Leihgaben aus 38 internationalen Sammlungen, wird die Berliner Ausstellung die Kunst des Hugo van der Goes in zuvor nie dagewesener Weise erlebbar machen. Im Mittelpunkt stehen zwölf der 14 heute van der Goes zugeschriebenen Gemälde sowie die beiden als eigenhändig erachteten Zeichnungen. Darüber hinaus werden einstmals bekannte, im Original jedoch verlorene Kompositionen des Meisters in zeitgenössischen Wiederholungen und Nachzeichnungen präsentiert.
Dr. Stephan Kemperdick ist seit Dezember 2007 Kurator für deutsche, niederländische und französische Malerei vor 1600 an der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin, wo er seitdem zahlreiche bedeutende Ausstellungen organisiert hat: Darunter 2008/09 „Der Meister von Flémelle und Rogier van der Weyden“, die in Zusammenarbeit mit dem Städel Museum in Frankfurt a. M. konzipiert wurde; ferner „Der Genter Altar der Brüder van Eyck“ 2014/15, „Holbein in Berlin. Die Madonna der Sammlung Würth mit Meisterwerken der Staatlichen Museen zu Berlin 2016 und zuletzt die „Gotik“-Ausstellung im Jahre 2021.

Kommentar schreiben