Studienfahrt zur Ausstellung „Vornehmste Tischlerarbeiten aus Leipzig – Friedrich Gottlob Hoffmann, Hoftischler und Unternehmer“

Die Kunstgeschichtliche Gesellschaft lädt zu einer Studienfahrt nach Leipzig ein, um dort im GRASSI Museum für Angewandte Kunst die Sonderausstellung „Vornehmste Tischlerarbeiten aus Leipzig – Friedrich Gottlob Hoffmann (1741-1806), Hoftischler und Unternehmer“ zu besichtigen. Durch diese Ausstellung, die ein besonderes Ereignis zu werden verspricht, führt Dr. Achim Stiegel, Kustos am Kunstgewerbe-museum in Berlin und Vorstandsmitglied der Kunstgeschichtlichen Gesellschaft. Herr Dr. Stiegel ist vor allem auf die Möbelkunst des Barock und Klassizismus spezialisiert.

Auch Gäste sind herzlich willkommen!

Der Leipziger Kunsttischler Friedrich Gottlob Hoffmann (1741–1806) war einer der innovativsten Möbelhersteller des Klassizismus in Deutschland. An der Schwelle vom Ancien Régime zur Modernen Bürgerlichen Zeit betrieb er in der Messestadt eine fabrikmäßige Produktion von Möbeln, die weit über die Grenzen von Zunft und Land hinaus reichte und überraschend vielfältig war.

Die Ausstellung im GRASSI Museum für Angewandte Kunst bietet erstmals einen umfassenden Überblick über Hoffmanns Werk. Es werden rund 80 Hoffmann zugeschriebene Möbel gezeigt: Schreibsekretäre, Wasch- und Toilettentische mit Nachtstuhl und Bidet, Kommoden, Stühle und elegante Sofas, Tische und Schränke. Ein großer Teil der Exponate befindet sich in Privatbesitz und war bisher noch nie öffentlich zugänglich. Hoffmann ließ seine Möbel zu Beginn seiner Laufbahn über den berühmten Leipziger Kunsthändler Carl Christian Heinrich Rost (1742 -1798) vertreiben. Rost war zweifellos der bedeutendste Vertreter seines Gewerbes und des neuen klassizistischen Stils in Leipzig. Zahlreiche Exponate zeigen, welche Luxusgüter in der "Rostischen Kunsthandlung" angeboten wurden: Wedgwood-Keramik, Figuren aus Meißner Biskuit-Porzellan, Gipsfiguren und Büsten, wissenschaftliche Instrumente, Korkmodelle antiker Bauwerke und vieles mehr.